Diese Website ist Teil eines Geocaches, eine Art Schnitzeljagd durch die Stadt Lüneburg.
Weiter unten findet Ihr eine Gallerie der zwölf Stationen des Geocaches, wo Ihr Fragen zur Ermittlung der nächsten Station und Informationen zum historischen Hintergrund des Ortes erhaltet. Die Informationen stammen aus Büchern, Erinnerungen und vom Hören-Sagen, also seid mir nicht böse, wenn nicht alle Angaben korrekt sind.
Die Stationen in der unteren Gallerie sind nicht in der richtigen Reihenfolge. Das bedeutet, dass Ihr zu den Startkoordinaten gehen und vor Ort erkennen müsst, an welcher Station Ihr seid.
An manchen Stationen befinden sich Infotafeln, von denen Ihr
Buchstaben in Zahlen (A=1, B=2, ... , Z = 26) umwandeln müsst. Hier
gelten folgende Regeln:
Aber bevor Ihr losstürmt müsst Ihr die Startkoordinaten finden,
die auf dieser Seite versteckt sind.
Viel Spaß beim Suchen!
Das Altenbrückertor hatte seinen Namen von einer alten Brücke, die über die Ilmenau führte. Wahrscheinlich entstand hier auch die Kernsiedlung Pons, was soviel bedeutet wie "Brücke". Eine Brücke gibt es hier immer noch, aber das Tor steht hier nicht mehr. Von hier aus kam man zum Richtplatz, der nicht weit entfernt von der Stadtmauer lag. Hier wurden die verschiedensten Hinrichtungen vollzogen, von Enthauptungen mit dem Schwert bis zu Viertteilungen. Jaja, rauhe Sitten damals. Es war immer ein Riesenspektakel, wenn Mörder, Entführer und andere Verbrecher hier ihrem Ende entgegen sahen. Zumindest für die, die nicht unmittelbar neben dem Scharfrichter standen.
Mal was anderes: Seht Ihr das neue Gebäude auf der anderen Seite der Brücke? Das ist das neue Lüneburger Museum, ein Blick lohnt sich, auch wenn Ihr nur das Cafe besucht.
Am Hafen haben früher die Flussfahrer Ihre Waren mit Hilfe des über 660 Jahre alten Krans auf- und entladen. Darunter war auch das Lüneburger Salz und Fische die mit eben diesem Salz bestreut und damit haltbar gemacht wurden.
Das große Haus auf der Flussseite des Krans mit war einmal das alte Kaufhaus. Leider wurde das Gebäude von einem "Feuerteufel" in Brand gesteckt, weshalb heute nur noch die Fassade von der Vergangenheit erzählt. In der Zeit des Salzes hieß das Haus noch Heringshus, da man dort die Heringe mit Salz bestreute, später wurde es zum Kaufhaus, in dem ständig Markttag war.
Lüneburg hatte im Mittelalter das "Stapelrecht". Das bedeutet, dass alle Kaufleute ihre Waren in Lüneburg
anbieten mussten, und das auch noch zu diktierten Preisen, die von der Stadt festgelegt wurden.
Das wollten viele Kaufleute nicht, weil sie dadurch nur wenig Gewinn erzielen konnte und versuchten,
die Stadt zu umfahren. Die Stadt (der Rat) wollte das natürlich wieder verhindern und ließ die gewaltige
"Landwehr" im Umkreis von ca. 2 Kilometern um Stadt herum errichten, die das Umfahren der Stadt durch die
Kaufleute unterbinden sollte. Und diese teure Wall-Graben-Kombination wurde von den Reitenden Dienern überwacht,
die in der sehenswerten Reitenden-Diener-Straße in unmittelbarer Nähe des Rathauses ihre Wohnungen hatten.
Am heutigen Stintmarkt drängen sich zwar keine Händler und Flussfahrer mehr, die mit Stint handeln, dafür aber Kneipen und Cafes.
Die St. Johannis Kirche wurde von 1289 - 1308 erbaut und ist damit die älteste Kirche in Lüneburg. Sie wurde von den Bewohnern von Modestorpe, der Brückensiedlung Pons gebaut. Sie fällt im Gegensatz zu den anderen Kirchen schon vom weitem auf, da der 108 Meter hohe Turm schief in den Himmel ragt. Der Turm wurde 1406 gebaut und ist nach Westen hin 2,20 Meter aus dem Lot geraten. Die fünfschiffige Hallenkirche mit nahezu quadratischem Grundriss enthielt einst 39 Altäre. Der berühmte Hochaltar mit faszinierenden Gemälden und einer prächtigen Barockorgel sind unbedingt sehenswert, da auch Johann Sebastian Bach auf dieser spielte.
Einer meiner (Zickeldis) Lieblingsplätze ist der Hof vor der Jugendbücherei. Das Gebäude
der Jugendbücherei und der Hof waren ursprünglich Teil des Franziskanerklosters,
welches seit 1555 Standort der Ratsbücherei ist. Damit ist die Ratsbücherei eine
der ältesten Stadtbibliotheken Deutschlands.
Ihre Ursprünge finden sich in der Rathausbibliothek, die nach der Auflösung des
Franzikanerklosters mit dessen Klosterbibliothek
verschmolz.
Durch Schenkungen von Patriziern, Ärzten und Apothekern wuchs der
heutige Altbestand auf 796 Handschriften, 1131 Inkunabel (frühe Druckwerke) und rund
20.000 Drucke des 16. bis 18. Jahrhunderts.
Die Musikalien sind unter anderen durch
Erstausgaben von Mozart, Bach und Schumann, aber auch durch die "Lüneburger Orgeltabulaturen", oft Quelle der internationalen Musikforschung.
Was für ein schöner Ausblick! Und vor ca. 900 Jahren war das Volumen dieses Berges sogar zehnmal so groß und fast doppelt so hoch wie heute, da konnte man bestimmt noch viel weiter sehen! Deshalb und weil er so schwer zu erklimmen war, hat man eine Burg auf ihm errichtet. Machte man damals halt so.
An der Burg entstand eine Siedlung, deren lateinischer Name Mons soviel wie "Berg" bedeutet. 1371 wurde die Burg von den Stadtbürgern zerstört, um ihre Unabhängigkeit von den Burgbesitzern zu erlangen und zu unterstreichen. Danach haben sie eine kleinere Burg zur Verteidigung der Stadtmauern errichtet, die im Laufe der Zeit jedoch wieder verschwand. Diese Unabhängigeit dauerte fast 300 Jahre an und begründete mit der Saline als Goldesel den Reichtum der Stadt.
Wusstet Ihr, dass der Kalkberg aus Gips besteht? Irritierend, dabei heißt er doch Kalkberg. Den Namen gab man ihm in einer Zeit, in der man es noch nicht so genau nahm und man Kalk und Gips noch nicht unterscheiden konnte. Eine Infotafel über das Naturschutzgebiet findest Du auf Deinem Weg nach unten.
Die Lambertikirche war einst die Kirche der Salzsieder in der Fons-Siedlung. Fons bedeutet soviel wie "Quelle", hier ist die Saline, also die Salzquelle gemeint. Die Lambertikirche wech-selte sehr häufig Ihr Erscheinungsbild, zuletzt um das Einstürzen der Kirche zu verhindern: Man hatte mehrmals die Turmspitze durch leichtere Konstruktionen ersetzt. Leider half alles nichts, sie stand im Senkungsgebiet und durch den Salzabbau entstand unter diesem Gebiet ein Hohlraum. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche aufgegeben und zum Abbruch verkauft.
Die Michaelis Kirche die Ihr hier seht ist eigentlich eine Art Kopie der ursprünglichen St. Michaelis Kirche.
Sie wirkt doch wenig filigran, sondern sehr wuchtig. Das soll sie wohl auch. Denn sie zeigt damit einfach,
dass man Geld hatte. Otto I, König des Deutschenreiches, schenkte dem Kloster der Be-nediktiner 956 den Zoll
auf das Salz. In dieser Urkunde wird Lüneburg auch zum ersten Mal erwähnt. Damit ist Lüneburg mehr als
1000 Jahre alt.
Diese Kirche stand einst oben auf dem Kalkberg als ehemali-gen Burgkirche. Die Bürger
nahmen die Burg 1370 mit List ein und schleiften sie. Die Burgkirche aber wurde von 1376 bis 1418 Stück
für Stück an Ihren heutigen Standort verlegt. Leider steht sie hier
im Senkungsgebiet, das Gebiet unter dem die Erde vermutlich durch den Salzabbau hohl geworden ist.
Die Michaelis Kirche sackt daher immer weiter nach unten und die massiven Säulen im Inneren sind schon
ganz schief. Für eine genauere Vorstellung, was das bedeutet, solltet Ihr die Kirche unbedingt von innen ansehen.
In den großen Hansestädten an Nord- und Ostsee (Bremen, Hamburg, Lübeck, Wismar, Rostock, Stralssund usw.)
sind die Nikolaikirchen häufig die Hauptkirchen, zumindest aber richtig gewaltige Kirchenschiffe.
Der heilige Nikolas ist der Schutzheilige der Schiffer, die mit ihren Ewern (Flusskähnen) auf
den Treidelpfaden entlang der Ilmenau das weiße Gold der Stadt mit sich nahmen und Holz für die Saline
mitbrach-ten.
Das weiße Gold ist natürlich das Salz, das in der Lüneburger Saline gewonnen wird.
Die Nikolaikirche wurde von 1407 bis 1440 im Stil der französischen Kathedralen errichtet. Sie ist
somit die jüngste der ehemals vier Stadtkirchen und eine der letzten Backsteinbasiliken.
Außerdem ist ihr achtzackiges Sternengewölbe einmalig in Norddeutschland.
Das Gebäude mit der hellgelben Fassade und der Uhr ist das Rathaus der Stadt Lüneburg, und das schon seit der Gründung. Zuerst war es nur ein relativ kleines Gebäude, aber je größer die Stadt wurde, desto größer musste auch das Rathaus werden. Daher wurde ständig am Gebäude neu angebaut und das Rathaus ständig vergrößert. Es gibt sogar einen Ballsaal, in dem heutzutage Ratssitzungen und Ehrungen abgehalten werden. Ihr könnt auch an einer Besichtigung durch Teile des Rathauses teilnehmen und z. B. den Gerichtssaal mit der beeindruckenden Wandmalerei oder den ursprünglichen Ort der Ratsbücherei sehen. In den Gewölben unten rechts ist das alte Niedergericht frei zugänglich, bei dem über die kleineren Vergehen gerichtet wurde.
Von hier siehst Du den Sande, heute wie früher schon sehr belebt. Im Mittelalter war der Platz nur von Sand bedeckt, woher er auch seinen Namen hat. Hier wurden allerhand Dinge verkauft, und nicht nur von den Handwerkern der Stadt. Durch das Stapel-Recht waren fahrende Händler dazu gezwungen mindestens drei Tage lang ihre Waren zu einem von der Stadt festgelegtem Preis zum Verkauf zu stellen. Dieses Stapelrecht wurde auch mittels der alten Landwehr durchgesetzt.
Bestimmt sind Dir schon die vielen schönen Häuser aufgefallen, die den Platz umstellen. Wer hier leben wollte , musste schon ziemlich reich sein.
Ach ja, das schwarze Gebäude, in dem heute die Industrie- und Handelskammer ihren Sitz hat, war ursprünglich ein Brauhaus. Der schwarze Stein war sehr teuer und zeigt, dass der Erbauer sehr reich war.
Sülze oder auch Sulte sind Synonyme für die Saline, in welcher das Salz gewonnen wurde. Das war ein Riesenaufwand, denn zuerst musste das stark salzhaltiges Wasser, die Sole, aus der Erde gepumpt werden. Da man aber nur das Salz haben wollte, kochte man die Sole in Bleipfannen, damit das Wasser verdampfte. Es wird vermutet, dass der enorme Holzbedarf über die Jahrhunderte eine Ursache für die Entstehung der Lüneburger Heide war. Die Leute, die für die Salzgewinnung verantwortlich waren hießen Sülzer oder auch Sülfer (z. B. "Sülfmeister"). Im 16. Jahrhundert arbeiteten hier insgesamt 400 Menschen an der Salzgewinnung.
Die Besitzer der Hütten, in denen die Sole gekocht wurde, wurden Sülfmeister genannt. Aus ihnen setzten sich die Lüneburger Ratsherren zusammen, die zu zwölft die Stadt regierten. Eigentlich waren es immer 24 Sülfmeister, aber da man als Ratsherr nichts verdiente, lösten sie sich jedes Jahr ab, wodurch immer zwölf regierten, während die anderen zwölf sich um ihre Geschäfte kümmerten.
Wenn Ihr noch mehr über die Saline erfahren wollt, empfehle ich das Deutsche Salzmuseum ganz in der Nähe.
Michael Dautz
Im Bruchfelde 14
21358 Mechtersen
E-Mail: Micha@Bullenher.de
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